Deutscher Rekord von Anna-Lena Klee
Das 24-Stunden-Schwimmen wird immer beliebter. Und in unserer heutigen Zeit geht es natürlich auch nicht ohne Rekorde. 1995 schloss der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit der Firma „arena“ einen Vertrag für diese Veranstaltungen. Das 24Stunden arena ist eines der erfolgreichsten Veranstaltungskonzepte, das es im Sport gibt. So zu lesen im Internet. Alle Veranstaltungen von 24Stunden-Schwimmen, die der Veranstalter über die Geschäftsstelle des DSV anmeldet, werden in die Wertung aufgenommen. Darin sind enthalten die längste Strecken der Männer und Frauen, der ältester Teilnehmer, die älteste Teilnehmerin, der jüngste Teilnehmer und die jüngste Teilnehmerin, die Anzahl aller Teilnehmer, die Gesamtstrecke und die durchschnittliche Strecke.
Im Jahr 2008 nahm Anna-Lena Klee, geb. Schlott, TSV Mellrichstadt, am 24Stunden-Schwimmen der Meininger SV Wasserfreunde teil. Sie siegte damals als beste Frau mit 43,000 km in den 24 Stunden. Damit stand sie in der Deutschland-Wertung 2008 an 5. Stelle.
Nun startete sie am letzten Wochenende im thüringischen Rudolstadt. Der Start war am 14.11. um 10 Uhr. Anna-Lena Klett war ca. 22 Stunden im Wasser und sie stand diese Mammut-Veranstaltung ohne Schlaf durch. Der Rest der 24 Stunden blieb ihr für Toilette sowie etwas Essen und Trinken. Der Rekord in Rudolstadt lag bei 36,1 km. Der Deutsche Rekord bei den Frauen wurde in diesem Jahr am 19./20. September auf 63,393 km in Freiberg verbessert.

Zunächst wollte Anna-Lena Klee nur den Rudolstadter Rekord knacken. So nahm sie sich ca. 50 km vor, nachdem in diesem Jahr der beste Mann „nur“ 45 km geschwommen ist. Nachdem sie gegen Ende der Veranstaltung auf die Uhr schaute, ihre bisher zurückgelegte Strecke erfuhr, packte sie der Ehrgeiz, da sie rechnete und hoffte, den bestehenden Deutschen Rekord noch knacken zu können. Mit 64,850 km stieg am Ende aus dem Becken und somit fuhr sie am Sonntag als neue Deutsche Rekordhalterin wieder zurück in die Heimat.
Anna-Lena Klee gehört zu den Sportlerinnen, die sich mit viel Ehrgeiz immer wieder neue Ziele setzt. Die Ostheimerin startet bei den Laufwettbewerben für ihren Heimatverein TSV Ostheim, bei den Triathleten geht sie für den TSV Mellrichstadt an den Start, nachdem sich hier in den letzten Jahren ein verhältnismäßig starke Abteilung entwickelt hat, die sich überregional schon einen guten Namen erkämpft hat