Handballspiele am 14.03.2010
| 14.03.2010 (Sonntag) | ||||
| mC BL Nord | 14:30 | TSV Mellrichstadt | TSV Pfändhausen | 21:25 |
| mA BOL | 16:00 | TSV Mellrichstadt | TV Gerolzhofen | X:0 |
| MÄ BK Nord | 16:15 | TV/DJK Hammelburg II | TSV Mellrichstadt II | 30:35 |
| MÄ BL Nord | 18:00 | TV/DJK Hammelburg | TSV Mellrichstadt | 26:37 |
| FR BL | 20:00 | SG TG/ETSV Würzburg | TSV Mellrichstadt | 25:22 |
Das Unternehmen
Wiederaufstieg ist gelungen –
Schober-Truppe macht Meistertitel vorzeitig
perfekt
Mellrichstädter Handballmänner landen
Kantersieg in Hammelburg – Verfolger Lohr II verliert sensationell
TV/DJK Hammelburg – TSV
Mellrichstadt 26:37 (12:19).
Es ist geschafft! Mit einem souveränen Auswärtssieg
in Hammelburg schaffen die TSV-Männer den sofortigen Wiederaufstieg in die
Bezirksoberliga. Sie hätten sogar verlieren können, da Verfolger Lohr II in Nüdlingen
sensationell patzte.

So sehen Meister aus: Die TSV-Handballmänner
machten in Hammelburg den Titel perfekt. Das Bild zeigt (hinten v. li.)
TSV-Vorsitzender Wolfgang Pfeiffer, Abteilungsleiter Markus Sender, Coach Heiko
Schober, Michael Fritz, Valentin Bruns, Alexander Markert, Christian Rath,
Stefan Föst, Robert Schmidt, Dominik Zehe und Christoph Schreiner; (vorne v. li.)
Fan Bastian Reinert, Pierre Grusla, Daniel Dittmar, Tobias Kalla, Thomas Bieber,
Sebastian Sender, Steffen Fiedler, Johannes Then und Sebastian Mack.
Der TSV war nach leichten
Startschwierigkeiten schnell die spielbestimmende Mannschaft und warf schon Ende
der ersten Hälfte einen komfortablen Vorsprung heraus. Nach der Pause überrollte
der TSV seinen Gegner regelrecht, warf sechs Tore in Folge und hatte das Spiel
beim Stand von 25:12 nach 35 Minuten vorentschieden. Danach brauchte der TSV
seinen Vorsprung nur noch zu verwalten, so dass der Vorsprung auch nicht mehr
wuchs.
Der TSV verfolgte zunächst etwas überrascht,
wie Hammelburg seinen ersten beiden Angriffe erfolgreich abschloss und nach
einer guten Minute mit 2:0 führte. Ein kurzer Zwischenspurt mit sehenswerten,
schnellen Ballstafetten genügte für den TSV, um das Spiel mit vier Toren in
Folge zum 4:2 zu wenden. Besonders gefielen die Kreisanspiele, die Alexander
Markert zweimal souverän abschloss. Es war aber auch zwei glänzenden Paraden
von Thomas Bieber im TSV- Tor zu verdanken, dass der Vorsprung des TSV hielt.
Dank einiger Nachlässigkeiten in der TSV-Abwehr, die den wahrlich nicht überragenden
Hammelburger Rückraum zu wenig attackierte, glich der Gegner aber wieder aus,
und bis zum 7:7 nach 12 Minuten war die Partie durchaus ausgeglichen. Überraschend
für alle kurz zuvor die Rote Karte gegen Stefan Föst wegen eines angeblichen
Ellenbogenchecks. Der TSV ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen.
Zunächst erzielte Alexander Markert, diesmal aus dem Rückraum, mit dem 8:7
bereits sein viertes Tor, und ebenfalls mit seinem vierten Tor brachte Johannes
Then den TSV nach einer Viertelstunde mit 10:8 in Führung. Damit hatten diese
beiden auffälligsten Angreifer in der Anfangsphase acht von zehn TSV-Toren
erzielt und brachten den TSV mit ihrer Leistung schon in Richtung Siegerstraße.
Da sich nun auch die Abwehr deutlich steigerte und Hammelburg innerhalb kurzer
Zeit zweimal zum passiven Spiel zwang, konnte der TSV drei Minuten später sogar
auf 12:8 erhöhen.

Kein Halten gab es in der Mellrichstädter
Fankurve nach dem vorzeitigen Titelgewinn.
Foto: Heiko Rebhan
Ab dieser Phase gefiel beim TSV das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter Sebastian Sender immer besser, die sich gegenseitig unterstützten und damit steigerten. Was die Abwehr nicht blockte, wurde die sichere Beute des ausgezeichnet aufgelegten zweiten TSV-Torhüters. Während eines Überzahlspiels konnte Hammelburg zwar nochmals auf 10:12 nach 21 Minuten verkürzen, doch von da an ging es Schlag auf Schlag. Drei Tore in Folge des groß aufspielenden Robert Schmidt – mit acht Treffern war er diesmal erfolgreichster TSV-Torschütze und mit ein Garant für den Erfolg - erbrachten zunächst die 15:10-Führung, die bis zur Pause um zwei weitere Tore zu einer sicheren 19:12-Führung anwuchs. Hatte der TSV damit endgültig den Grundstein zum Auswärtssieg gelegt, wischte er in einem wahren Sturmlauf unmittelbar nach der Pause die letzten Zweifel eindrucksvoll weg. Mit schnellen Pässen und einer hervorragenden zweiten Welle erzielte er gegen einen nun konsternierten und im Angriff planlosen Gegner Tor um Tor und hatte das Spiel nach sechs Toren in fünf Minuten beim Stand von 25:12 frühzeitig zu seinen Gunsten entschieden. Danach gönnte sich der TSV eine Verschnaufpause; nun kam auch Hammelburg zu seinen Toren, und der Vorsprung der Mellrichstädter wuchs nur noch allmählich. In den nächsten 15 Minuten sollte er nur noch um zwei Tore zur dann höchsten TSV-Führung beim 31:16 in der 49. Minute wachsen.

Ausgelassen feierten die TSV-Fans die
Meisterschaft.
Foto: Heiko Rebhan
Der drückenden Überlegenheit
des TSV war sicher mit zu verdanken, dass das Spiel fair blieb, denn einige Male
musste und konnte Mellrichstadt deutliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter
bei Zeitstrafen lächelnd wegstecken. So wurde ein Schlag ins Gesicht von Robert
Schmidt als „Stürmerfoul“ gegen den TSV entschieden, und zwei deutliche
Griffe in den Wurfarm von Sebastian Mack, der auf Linksaußen und bei Kontern
mit insgesamt fünf Feldtoren sehr positive Akzente setzte, blieben ohne
jede Bestrafung. Auf der anderen Seite wurden TSV-Spieler für Bagatellen
bestraft, so dass Hammelburg eine doppelte Überzahl nutzen konnte, um auf 19:32
zu verkürzen. Als der TSV noch einen Gang zurückschaltete, kam Hammelburg
sogar wieder auf 22:33 heran, bis der TSV ab der 55. Minute das Heft wieder in
die Hand nahm und seinen Vorsprung nochmals auf vierzehn Tore beim Stand von
37:23 ausbaute. Das bessere Ende hatte dann wieder Hammelburg für sich, das die
drei letzten Tore des Spiels erzielte und seine Anhänger damit wenigstens
einigermaßen wieder versöhnte. Dafür gehörte die Halle nach dem Schlusspfiff
der siegreichen TSV-Mannschaft und ihren Fans, die den Meister der Bezirksliga
Nord minutenlang auf dem Spielf
eld und auf der Tribüne frenetisch feierten.
TSV-Aufgebot: Thomas Bieber, Sebastian Sender
(Tor), Michael Fritz (2), Daniel Dittmar (6/2), Alexander Markert (5), Johannes
Then (5), Robert Schmidt (8), Dominik Zehe (3), Sebastian Mack (6/1), Pierre
Grusla (1), Christian Rath (1), Valentin Bruns, Stefan Föst.
Spielfilm: 2:0, 2:4, 7:7, 8:10, 8:12, 10:12,
10:15, 12:19 (HZ), 12:25, 16:31, 22:33, 26:37.
Handballerinnen halten beim Tabellenzweiten Würzburg gut mit, verlieren aber.
Frauen Bezirksliga: SG
TG/ETSV Würzburg - TSV Mellrichstadt 25:22 (12:13)
Die Mellrichstädter Damen konnten lange beim
favorisierten Gegner aus Würzburg mithalten. In der ersten Halbzeit lag man
zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung. Eine gute Abwehrleistung sowie ein
deutlich stärkeres u. v. a. sichereres Angriffsspiel als noch in den
vergangenen Partien waren ausschlaggebende Gründe hierfür. Am Ende der ersten
Halbzeit fand jedoch auch der Gegner in die Partie, so dass der
Halbzeitvorsprung auf ein Tor schrumpfte. Ab der 40. Spielminute zeigten sich
dann die konditionellen Schwächen der TSV-Damen, in der Defensive agierte man
nicht mehr spritzig genug und kassierte dadurch u. a. zehn Strafwürfe und
einige Zeitstrafen. Die Würzburgerinnen suchten zudem ihre Chancen sehr oft über
die körperlich deutlich überlegenere Kreisspielerin, die die Mellrichstädterinnen
nur selten rechtzeitig stoppen konnten. Trotz der Niederlage kann der TSV mit
der eigenen kämpferischen Leistung sowie einer deutlichen Steigerung im
Angriffsspiel zufrieden sein.
Für den TSV spielten: Cornelia Reußenzehn
(Tor), Bianca Adler (5), Nadja Sauer (4), Daniela Hartmann, Alicia Müller,
Kathrin Beck (2), Nina Scharfenberger, Julia Albert (6), Linda Hartmann (2),
Stephanie Hartmann (2).
Zweite Männermannschaft gewinnt in Hammelburg
Männer Bezirksklasse:
TV Hammelburg II – TSV Mellrichstadt II 30:35
(16:14)
Wie im Hinspiel verlief die Begegnung
zwischen den beiden zweiten Mannschaften torreich und unterhaltsam, aber
wesentlich spannender und ausgeglichener, als es dem TSV nach dem Kantersieg in
eigener Halle lieb sein konnte. Hammelburg bot im Unterschied zur ersten
Auseinandersetzung zwei starke Rückraumspieler auf, die insgesamt 18 der 30
Tore warfen und auch als Anspieler an den Kreis die TSV-Abwehr in arge Bedrängnis
brachten. Immerhin dominierte der TSV die ersten zehn Minuten, ging schnell mit
2:0 in Front und baute den Vorsprung durch Konter und geschicktes Spiel über
Linksaußen, wo Daniel Spissak einige Siebenmeter herausholte, auf 6:3 aus.
Danach aber wollte dem TSV zehn Minuten lang nichts mehr gelingen. Zunehmend
hilflos stand die TSV-Abwehr den druckvollen Hammelburger Angriffen gegenüber,
und vorne brachte man vor lauter Fehlanspielen und vertändelten Bällen kaum
noch einen torgefährlichen Angriff zustande. Hammelburg erzielte so sage und
schreibe sieben Tore in Folge und sah nach einer Viertelstunde beim
Zwischenstand von 10:6 schon wie der sichere Sieger aus. Dieser Vier-Tore-Rückstand
blieb bis zum 13:9 erhalten. Wenigstens konnte sich der TSV nach einer Auszeit
wieder etwas stabilisieren, verkürzte sogar auf 12:13 und sah trotz eines 14:16
zur Halbzeit wieder etwas „Land“.
In der Halbzeitpause entschloss sich die Mannschaft zu einer mutigen
Abwehrumstellung: Mit zwei vorgezogenen Spielern wollte man den gefährlichen Rückraum
gar nicht erst ins Spiel kommen lassen; der Rest der Abwehr sollte mit
verbessertem Zweikampfverhalten und engagierterer Laufarbeit die Lücken am
Kreis möglichst klein halten. Diese Taktik erwies sich als Volltreffer, auch
und gerade nachdem Hammelburg mit etwas glücklichen Toren wieder auf 18:15 erhöht
hatte. Stefan Burkhardt und Sebastian Gith, beide mit fünf bzw. vier Toren auch
im Angriff erfolgreich, machten ihre Sache als vorgezogene „Störer“
hervorragend und eroberten darüber hinaus noch den einen oder anderen Ball, um
einen schnellen Konter einzuleiten. Mit dem 19:19 glich der TSV zunächst aus
und erreichte mit dem 21:20 seit langer Zeit wieder die Führung. Als sich
Hammelburg besser auf die neue Situation einstellte, wurde das Spiel wieder
ausgeglichen und blieb lange Zeit ausgesprochen spannend; bis zum 27:26
wechselte der Spielstand ständig zwischen Unentschieden und einer Zwei-Tore-Führung
für den TSV. Zwei Aktivposten sorgten in der Schlussphase aber dann dafür,
dass sich der Erfolg immer mehr auf die Seite des TSV zu neigen begann: Im Rückraum
blieben Matthias Förster (5) und Volker Gue (6) nun fast ohne Fehlversuch,
wobei Volker außerdem als ganz sicherer Siebenmeterschütze (7) überzeugte. Im
Tor war Christoph Schreiner nach einigen unglücklichen Aktionen zuvor nun fast
unbezwingbar und hielt die 31:26-Führung, die sich der TSV mit fünf Treffern
in Folge erarbeitet hatte, fest. Diesen Vorsprung, zu dem Tore aller TSV-Spieler
beigetragen hatten, gab der TSV in den letzten fünf Minuten nicht mehr
aus der Hand und krönte mit seinem dritten Auswärtssieg fast am Ende der
Saison eine über jedes Erwarten verlaufene Spielzeit.
TSV: Christoph Schreiner (Tor), Daniel Spissak (2), Stefan Burkhardt (5),
Steffen Fiedler (1), Thorsten Gluth (1), Michael Henkel (2), Sebastian Gith (4),
Matthias Förster (5), Lukas Balling (1), Volker Gue (13/7), Dominik Bach (1).
Mellerschter Jungs verpassen Vizemeisterschaft
Männl. Jugend C Bezirksliga:
TSV Mellrichstadt - TSV Pfändhausen 21:25
(10:14)
Es wurde nichts mit der Vizemeisterschaft: Die
Mellrichstädter Jungs konnten den Hinspielsieg nicht wiederholen. Gegner Pfändhausen
hatte diesmal die beiden Hünen mit dabei, die im Hinspiel noch fehlten.
Wie ein roter Faden zogen sich die
Abspielfehler nach Bodenpässen durch das Spiel der Gastgeber, die zunächst im
Minutentakt Tore kassierten. So fingen sie sich in den ersten neun Minuten acht
Gegentore ein, was die Instabilität der Mellrichstädter Deckung unterstreicht.

Der Mellrichstädter Top-Torjäger
Christoph Sender wird in die Mangel genommen.
Foto: Heiko Rebhan
Pfändhausen erwischte klar den
besseren Start und ging mit 8:4 in Front. Die Folge: Mellrichstadts Trainerduo
Tobias Kalla und Johannes Then nahm ein Timeout. Doch das half nicht, denn der
Gast nutzte weiterhin die großen Lücken in der Mellrichstädter Deckung. Zur
Pause führte Pfändhausen bereits mit vier Toren.
In der Anfangsphase der zweiten Hälfte konnte
der Gast seinen Vorsprung zunächst leicht ausbauen, ehe die Mellrichstädter
einen Zwischenspurt hinlegten, Tor um Tor aufholten und beim Stand von 17:17
sogar erstmals ausgleichen konnten. Sie spielten jetzt im Angriff variabler und
ideenreicher. Jetzt traf nicht nur der Top-Torjäger Christoph Sender, auch
seine Mitspieler setzten sich in dieser Phase schön in Szene. Sender war es
auch, der per Siebenmeter das 19:19 in der 42. Minute markierte.

Johannes Will erzielt in dieser Szene
das 14:16-Anschlusstor.
Foto: Heiko Rebhan
Nun kam Hektik auf. Die
Mellrichstädter machten es sich durch weitere Abspielfehler und durch eine zu löchrige
Abwehr selber das Leben schwer. Als Christoph Sender zum 21:23 verkürzte, waren
noch drei Minuten zu spielen. Und wieder schnappte sich der Gegner zweimal
hintereinander einen Abpraller und erhöhte dadurch auf 25:21.
Der Mellrichstädter Coach Tobias Kalla
betonte, dass sein Team die erste Halbzeit „verdummt“ habe. Man habe den
kleinen Einläufer nicht in den Griff bekommen, so Coach Johannes Then. Die
Motivation habe aber gepasst. Das zeige auch die zweite Halbzeit, die
Mellrichstadt ausgeglichen gestalten konnte. Nach der Pause wurde im Angriff
mehr durchgezogen, so dass einige Siebenmeter herausgeholt werden konnten.
Letztlich habe sich Pfändhausen den Vorsprung in der Anfangsphase
herausgespielt und diesen Vorsprung dann auch halten können, so Tobias Kalla.

Lukas Kupfer war ein Aktivposten im
Team der C-Jugend.
Foto: Heiko Rebhan
Und wie fällt das Saisonfazit
der Mellrichstädter Jungs aus? Ärgerlich sei die Heimniederlage gegen den
Letzten Nüdlingen gewesen, so Johannes Then. Ansonsten sei man aber mit dem
Verlauf der Saison ganz zufrieden. Die Mannschaft habe sich gut gesteigert und
zum Teil gut entwickelt, lobte Tobias Kalla sein Team. Zum Saisonende hatten
seine Jungs einzelne schöne Spielzüge drauf und diese gut umgesetzt.
Aufgebot MET: Philipp Pfeffer, Valentin
Seidenzahl, Fabian Schlund, Tobias Griebel, Lukas Kupfer (4), Paul Schneider,
Daniel Adler, Johannes Will (2), Jonathan Mack (1), Eloy Schallenkammer, Lukas
Gensler, Christian Rottmann (2), Christoph Sender (12/3).
Spielfilm: 1:1, 1:4, 3:4, 6:8, 8:10, 8:12,
10:14 (HZ), 11:16, 14:16, 17:17, 18:19, 19:20, 19:23, 21:23, 21:25.