Handballspiele am 14./15.11.2009

14.11.2009 (Samstag)
MÄ BK Nord 16:00 TSV Mellrichstadt II TSV Schonungen 27:23
FR BL 17:30 TSV Mellrichstadt TG Heidingsfeld 15:16
MÄ BL Nord 19:30 TSV Mellrichstadt 1.FC Bad Brückenau 30:24
15.11.2009 (Sonntag)
wJC BL Nord 15:00 TSV Pfändhausen TSV Mellrichstadt 13:13
mJA BOL 16:00 TG 48 Würzburg TSV Mellrichstadt 20:26

Der TSV gewinnt „das ganz heiße Ding“
Mellrichstädter Männer untermauern Tabellenführung – Es hagelt fünf Rote Karten

Männer Bezirksliga: TSV Mellrichstadt – Bad Brückenau  30:24 (10:11).

Offenbar hatte das Schiedsrichtergespann sich vorgenommen, von Beginn an eine „harte Linie“ zu fahren. Dementsprechend gab es für den TSV gegen jede Regel nicht eine Gelbe Karte, sondern von Beginn an nur Zweiminutenstrafen. Diese Strategie ging völlig daneben. Ohne Maß und Ziel „hagelte“ es in der zwar engagiert und bisweilen verbissen geführten, aber nie besonders unfairen Partie zwischen Tabellenführer und Drittem Zeitstrafe auf Zeitstrafe und insgesamt fünf Rote Karten: Zwei gegen Mellrichstadt, drei gegen Bad Brückenau, und eine so überzogen wie die andere. Die Unparteiischen machten sich so das Leben selbst schwer und hatten spätestens ab der 2. Hälfte alle gegen sich. Handball gespielt wurde auch. Der TSV tat sich nach den knappen Erfolgen in den letzten Spielen gegen eine spielstark und motiviert auftretende Brückenauer Mannschaft wie erwartet schwer. Der letztlich klare Erfolg täuscht darüber hinweg, dass er erst in den letzten fünf Minuten zustande kam und dass Brückenau zwanzig Minuten vor Schluss noch mit drei Toren führte. Der TSV lag über drei Viertel der Spielzeit hinten und hatte wesentlich öfter in Unterzahl spielen müssen als der Gegner, steckte dieses Manko aber ebenso erstaunlich gut weg wie die Roten Karten gegen so wichtige Spieler wie Dominik Zehe (32. Minute) und Michael Fritz (43. Minute).

Daniel Dittmar
 Daniel Dittmar (am Ball) erwies sich als sicherer Siebenmeterschütze.
Foto: Heiko Rebhan

Das Spiel begann nach der schnellen 1:0-Führung des TSV mit zahlreichen vergebenen Großchancen auf beiden Seiten. Erst in der 4. Minute erzielte Bad Brückenau per Siebenmeter die 2:1-Führung. Der Gegner agierte sehr gefällig und ideenreich über den Kreis und besonders über die immer wieder mustergültig freigespielten Außenpositionen. Außer in zwei guten Szenen zu Spielbeginn bekam TSV-Torhüter Thomas Bieber während der ganzen ersten Hälfte auch so gut wie keinen Ball mehr zu halten. Im Angriff rannte sich Mellrichstadt in den Mittelpositionen immer wieder fest und hatte bis auf Daniel Dittmar in der ersten Hälfte kaum einen torgefährlichen Spieler. Daniel erzielte drei Feld- und vier Siebenmetertore, was immerhin für ein engagiertes Kreisläuferspiel beim TSV spricht. Brückenau lag so bis zum 5:3 immer wieder mit zwei Toren vorn. In der 9. Minute glich der TSV zum 5:5 aus und behauptete das Unentschieden bis zum 8:8 Mitte der ersten Halbzeit. Zwei vermeidbare Rückraumtore des Gegners in eigener Überzahl brachte Brückenau beim 10:8 wieder mit zwei Toren in Front, aber bis zur Pause war das Spiel beim Stand von 10:11 völlig offen. Der TSV musste sich über vier misslungene Konter, wo der lange Ball in den Händen des Gegners landete, und zwei verworfene Siebenmeter ärgern.

Michael Fritz
Michael Fritz steuerte zum TSV-Sieg drei Tore bei.
Foto: Heiko Rebhan

In der zweiten Hälfte sollten noch weitere zwei hinzukommen. Allein das konsequente Verwandeln dieser Großchancen hätte die Partie früh zugunsten des TSV entscheiden können. So aber drohte das Spiel zu Beginn der 2. Hälfte zu kippen. Zwar glich der TSV zum 11:11 aus, aber drei Siebenmeter in Folge für Brückenau brachten den Gast in der 34. Minute mit 14:11 in Front. So berechtigt die Strafwürfe waren, so überzogen waren zunächst eine Zeitstrafe und dann die Rote Karte für Dominik Zehe, die den TSV fast vier Minuten in doppelter Unterzahl spielen ließen. Zwei trotz dieses Handicaps erzielte und nach viel zu frühen Pfiffen nicht gegebene Tore des TSV brachte die Halle zum Kochen, weckte aber auch den Kampfgeist beim TSV. Zwei Tore in einer Minute brachten Mellrichstadt auf 13:14 heran. Dann wieder drei Nackenschläge: Nach einer diesmal so berechtigten wie unnötigen Zeitstrafe (Daniel Dittmar wegen fehlenden Abstandes), dem dritten vergebenen Siebenmeter und dem x-ten Fehlversuch von Außen trotz aussichtsreicher Wurfpositionen erhöhte Brückenau auf 16:13. Trotzdem zeigte der TSV gerade jetzt in fast schon aussichtslos verfahrener Lage, wie schön er Handball spielen kann: Zwei ebenso glänzend eingeleitete wie über den Kreis von dem insgesamt dreifachen Torschützen Christian Rath und Sebastian Mack erfolgreich abgeschlossene Spielzüge hielten den TSV mit dem 14:16 und 15:17 im Spiel. Valentin Bruns überzeugte kurz darauf zweimal als ganz sicherer Schütze von Siebenmetern, die Daniel Dittmar herausgeholt hatte.

Robert Schmidt
Robert Schmidt sucht eine Anspielstation.
Foto: Heiko Rebhan

Das Spiel war nun wieder offen. Brückenauer Führungen nach dem 17:17 egalisierten nun Michael Fritz, kurz bevor ihn die Rote Karte „erwischte“ und Sebastian Mack, dessen Hereinnahme in der 2. Hälfte dem TSV-Spiel nicht nur wegen seiner vier Tore sehr gut tat. Das 20:19 in der 46. Minute, als sehenswerte Einzelaktion auf Rechtsaußen von Stefan Föst erzielt, bedeutete nach einer Dreiviertelstunde wieder die erste Führung für den TSV. Weiter hatte der TSV am Kreis seine höchste Angriffseffektivität; drei Siebenmeter in Folge, sicher verwandelt von Daniel Dittmar, brachten den TSV zehn Minuten vor Schluss mit 23:19 in Führung. Mit dem geschickten Ausnutzen einer Überzahlsituation hätte der TSV das Spiel nun vorentscheiden können, nahm sich mit schwacher Chancenauswertung und Stürmerfoul aber selbst diese Chance. Plötzlich schmolz der Vorsprung zehn Minuten vor Schluss auf 23:22, und noch in der 54. Minute hätten beide Mannschaften beim Stand von 25:24 für den TSV das Spiel für sich entscheiden können.

Mellrichstädter Fans
Die Mellrichstädter Fans verwandelten die Halle wieder in einen Hexenkessel.
Foto: Heiko Rebhan

Eine vielleicht spielentscheidende Maßnahme von Trainer Heiko Schober war in diesem Moment die Hereinnahme von Sebastian Sender ins TSV-Tor: Sebastian sollte kein Gegentor mehr zulassen, hielt einen Siebenmeter und leitete zwei erfolgreiche Konter ein. Bad Brückenau, das nach Verletzungen und den drei Roten Karten kaum noch Spieler hatte, brach konditionell ein und wurde in den Schlussminuten von einem nun befreit aufspielenden TSV regelrecht überrollt.

TSV: Thomas Bieber, Sebastian Sender (Tor), Alexander Markert, Daniel Dittmar (11/7), Michael Fritz (3), Christian Rath (3), Sebastian Mack (4), Valentin Bruns (4/2), Stefan Föst (2), Robert Schmitt (1), Dominik Zehe (1/1), Pierre Grusla.
Spielfilm: 1:0, 1:3, 6:6, 8:8, 8:10, 10:11, 11:14, 13:14, 14:17, 17:17, 20:19, 24:19, 24:22, 25:24, 30:24.

Starke TSV-Schlussphase
Kritik an überforderten Schiedsrichtern

Stimmen zum Spiel der TSV-Männer:

Heiko Schober (Coach TSV):
„Ich habe vor dem Spiel gesagt: Es wird ein heißes Ding. Wir wollten den Gegner wie in der Vorwoche totlaufen. Schließlich hatten wir zum Schluss die fähigeren Leute auf dem Parkett gehabt. Die übrig gebliebenen Gästespieler waren in der Schlussphase überfordert. Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich kann mit dem Ergebnis und mit der Schlussviertelstunde zufrieden sein. Ansonsten leisteten wir uns zu viele Fehler im Angriff und in der Abwehr. Vorne war zu wenig Bewegung drin und in der Abwehr haben uns die Brückenauer mit einfachen 'Kreuzzügen' ausgehebelt. Da ist nicht richtig übergeben worden.“

Sebastian Mack (TSV-Spieler);
„Als wir die zweite Rote Karte bekommen haben, habe ich dennoch an unseren Sieg geglaubt, dachte aber, das wird jetzt ganz schwer. Anders als zu erwarten war, haben uns die Roten Karten nochmal motiviert. Wir konnten zum Glück das Tempo auch ohne Dominik Zehe und Michael Fritz (beide sahen Rot) hoch halten. Das hat uns den Sieg gebracht. Die Stimmung war von der ersten Minute an unglaublich. Eigentlich wie immer.“

Michael Dittrich (Coach Bad Brückenau):
„Die Schiedsrichter sind maßgeblich an unserer Niederlage beteiligt. Sie waren völlig überfordert mit diesem Spiel.
Nach den vielen Roten Karten und dem Ausfall von zwei Rückraumspielern hatte ich nur noch einen Rückraumspieler auf dem Spielfeld. Die Mellrichstädter dagegen hatten mehr Wechselmöglichkeiten. Nach dieser Niederlage muss ich unser Saisonziel etwas revidieren: Platz zwei ist jetzt unser Ziel.“

Schon wieder ein Spitzenteam niedergerungen:
Mellrichstadt ist kein gutes Pflaster für Tabellenführer
Team Männer II schlägt auch Schonungen

Männer Bezirksklasse: TSV Mellrichstadt II – TSV Schonungen 27:23 (11:9)

Mellrichstadt ist kein gutes Pflaster für Spitzenreiter! Nachdem letzte Woche die 2. Mannschaft des FC 05 Schweinfurt hier die Tabellenführung verlor, erwischte es nun auch Nachfolger Schonungen. Damit schaffte die 2. Mannschaft des TSV Mellrichstadt die 2. faustdicke Überraschung innerhalb einer Woche und schaut mit nunmehr 6:4 Punkten selbst Richtung Tabellenspitze.

Volker Gue
Volker Gue traf für die zweite Männermannschaft des TSV drei Mal.
Foto: Heiko Rebhan

Mellrichstadt hatte zu Anfang etwas Probleme mit dem routinierten Kreisläuferspiel der Schonunger, geriet 0:1 in Rückstand und musste nach einer 3:1-Führung den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. Dann aber stand die TSV-Abwehr immer besser, der Angriff verwertete besonders im Spiel 1:1 seine Chancen konsequent, und so gelang dem TSV nach vier Toren in Folge in der 10. Minute die 7:3-Führung. In der Folgezeit entwickelte der Schonunger Angriff, besonders auf der halblinken Seite, mehr Durchschlagskraft, was aber größtenteils an der halbherzigen Abwehrarbeit des TSV lag. Schonungen verkürzte von 5:9 auf 7:9 und konnte den 2-Tore-Rückstand bis zur Pause behaupten. Gegen Ende der ersten Hälfte gelangen „Rückkehrer“ Julian Altenhöner zwei schöne Rückraumtore, die immerhin die Pausenführung des TSV sicherstellten. Nach einer unerklärlich hohen Zahl von Fehlpässen musste der TSV noch froh sein, diese wenigstens zu behaupten.

Michael Henkel
Michael Henkel nutzt die Lücke in der Schonunger Abwehr.
Foto: Heiko Rebhan

Zu Beginn der zweiten Halbzeit legte die Mannschaft die in der Halbzeit besprochenen Fehler zunächst in vorbildlicher Weise ab. Die Abwehr attackierte den Schonunger Rückraum früh und hatte ihn so viel besser im Griff als in der ersten Hälfte. Die flinken und ballgewandten Mellrichstädter Spieler, besonders Tobias Kalla und Matthias Then, suchten vermehrt 1:1-Situationen und schlossen sie erfolgreich ab. So baute der TSV den Vorsprung auf 16:11 aus und konnte sich schon Hoffnung auf eine frühe Vorentscheidung machen. Einige unsauber vorgetragene Konter mit unüberlegten Pässen und schwachen Abschlüssen brachten Schonungen aber wieder ins Spiel. Vom 17:12 kam der Gegner über den Spielstand von 18:14 bis auf zwei Tore beim 18:16 heran. In dieser kritischen Phase hielt der TSV aber stand und konnte ein weiteres Abschmelzen des Vorsprungs verhindern. Zehn Minuten vor Schluss führte der TSV immer noch mit 23:20 und hatte jetzt die bessere Kondition auf seiner Seite. Schonungen unterliefen etliche Ballverluste, und vorn sorgten drei wuchtige Treffer von Volker Gue dafür, dass der TSV beim Stand von 25:20 den alten Fünf-Tore-Vorsprung wieder erreicht hatte. Damit war die Partie für den TSV fast gelaufen. Als Michael Henkel noch zwei Siebenmeter mit Zeitstrafe für den Gegner herausholte, war der Spitzenreiter endgültig geschlagen. Zehn Siebenmeter für den TSV, von denen immerhin acht verwandelt wurden, bezeugen außerdem, dass am Kreis diesmal viel lief. Das letzte Tor gelang fast mit dem Schlusspfiff dem erfolgreichsten Feldtorschützen des TSV, Matthias Then, dessen sieben Treffer nur von Tobias Kalla (9/6) überboten wurden.

Außerdem spielten: Christoph Schreiner (Tor), Stefan Burkhardt (3/1), Lukas Balling, Daniel Spissak, Dominik Bach (1), Michael Henkel (1), Julian Altenhöher (3), Volker Gue (3).

Die Frauen des TSV dagegen verlieren knapp gegen den Letzten

Frauen Bezirksliga: TSV Mellrichstadt - TG Heidingsfeld 15:16 (7:10)

Eine bittere Niederlage gegen den bis dato noch sieglosen Tabellenletzten aus Heidingsfeld kassierten die TSV-Frauen. „Es war unsere bisher schmerzlichste Niederlage in der Bezirksliga. Es tut weh, die Punkte gegen einen Kontrahenten herzuschenken, der mit uns auf Augenhöhe ist“, so Trainerin Stephanie Albert, die die vielen Fangfehler ihres Teams monierte, das vor der Pause indiskutabel agierte.

Kathrin Beck
Kathrin Beck traf drei Mal für die unterlegenen TSV-Frauen.
Foto: Heiko Rebhan

Die Partie begann gut für die Gastgeberinnen. Schon nach 15 Sekunden markierte Kathrin Beck das erste Tor. Die Treffer fielen zunächst auf beiden Seiten wie reife Früchte. Nach anderthalb Minuten hatte es insgesamt schon vier Mal geklingelt. Die TSV-Abwehr agierte im ersten Durchgang nicht energisch genug und im TSV-Angriff stellten die harmlosen Würfe keine Probleme für die routinierte Gästekeeperin dar. In der 17. Minute beendete Kathrin Beck die TSV-Torflaute. Mit letzter Kraft traf sie zum 5:8. Der Gast zog zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore davon. Erst mit der Umstellung Ende der ersten Halbzeit auf zwei Kreisläufer und auf eine 5:1-Abwehr hatte sich das TSV-Spiel stabilisiert. Das schönste Tor fiel in der 23. Minute durch Linda Hartmann nach schönem Zuspiel von Julia Spissak. „Es kann eigentlich nur noch besser werden“, so das TSV-Fazit zur Halbzeit.

Und es wurde auch besser. Stephanie Hartmann deckte eine Heidingsfelder Spielerin kurz und die gesamte Abwehr des TSV stand jetzt solider. So holte Mellrichstadt auf und ging durch Stephanie Hartmann nach 54 Minuten erstmals seit langer Zeit wieder in Führung. Der Gästecoach Michael Hehn konnte es nicht fassen. Sein Team war plötzlich auf der Verliererstraße. Viel Pech hatte Mitte der zweiten Halbzeit Nadja Sauer, die mehrfach nur das Gebälk des TG-Tores traf. Das war schon nicht mehr normal.

Linda Hartmann
Linda Hartmann versucht sich trotz Gegenwehr am Kreis durchzusetzen.
Foto: Heiko Rebhan

Noch viereinhalb Minuten. Torhüterin Cornelia Reußenzehn machte eine glasklare TG-Chance von Außen zunichte. Die TG verwandelte einen Siebenmeter zum 15:15-Ausgleich. Noch anderthalb Minuten. Eine Heidingsfelderin tankte sich durch die TSV-Abwehr und brachte ihr Team wieder mit 16:15 in Führung. Noch 30 Sekunden. Der TSV leistete sich einen Ballverlust. Das war's! Riesenjubel beim Tabellenletzten, der seinen ersten Saisonsieg holte. Am Ende verlor der TSV durch eigenes Verschulden. Es wurden nicht die Nerven behalten. „Vielleicht brauchen wir solche Niederlagen, um wieder ins Spiel zu finden“, meint Stephanie Albert.

Für den TSV spielten: Cornelia Reußenzehn (Tor), Marie Büttner, Nadja Sauer (1), Sabine Schreiner (3), Nina Scharfenberger, Julia Albert (3/1), Yvonne Dittmar, Kathrin Beck (3/1), Julia Spissak (2/1), Linda Hartmann (2), Stephanie Hartmann (1).
Spielfilm: 1:0, 4:4, 4:8, 5:10, 7:10 (HZ), 8:12, 11:12, 13:13, 15:14, 15:16.

Männl. Jugend A BOL: TG Würzburg - TSV Mellrichstadt 20:26 (8:13)

Bereits ab der Mitte der ersten Halbzeit zeichnete sich der TSV-Auswärtssieg ab. Bei einem konsequenteren Vortragen der Schnellangriffe hätte man das Spiel schon vor der Pause vorzeitig entscheiden können. Das Fehlen des verletzten Sebastian Gith konnte gut kompensiert werden.

Bis zum Stande von 5:5 konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Der TSV leistete sich zu viele Fehlpässe und sonstige technische Fehler. Ab Mitte der ersten Halbzeit klappte vor allem das Umschalten von Abwehr auf Angriff besser, so dass sich der TSV mit einfachen Toren nach Kontern bis zur Pause mit 13:8 absetzen konnte.
Nach dem Wechsel zog der TSV ein variables Angriffsspiel auf, so dass die gegnerische Deckung immer wieder auseinander gezogen wurde. Der an diesem Tag sehr treffsichere Matthias Förster nutzte die sich ihm bietenden Gelegenheiten resolut aus. Er war mit neun Treffern der beste Schütze im Mellrichstädter Team. Die TSV-Abwehrarbeit war im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Der sehr gut aufgelegte Keeper Patrick Ernst parierte fünf von neun Siebenmetern. Er war ein sicherer Rückhalt. In der Schlussphase nahm sich der TSV etwas zurück, da die Gastgeber überhart zur Sache ging.

Der TSV spielte mit: Patrick Ernst (Tor), Matthias Förster (9), Michael Henkel, Daniel Schmitt (1), Daniel Schuler (1), Marco Ernst (5), Christoph Schneider (3/2), Stefan Baumhämmel (3), Markus Schmitt (1) und Alexander Schultze (3).

Mellrichstädter Minis blieben ungeschlagen
Diesmal gab es beim Turnier in eigener Halle keine „Rudelbildung“

Spielfest der Minis

Das Spielfest der kleinsten Mellrichstädter Handballer, der Minis, konnte leider nur mit vier statt geplanter sechs Vereine stattfinden. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Das vom TSV Mellrichstadt ausgerichtete Turnier war wieder eine rundum gelungene Sache. Die Mannschaften aus Bergtheim, Hammelburg und Pfändhausen waren gemeinsam mit den Gastgebern aus Mellrichstadt mit Feuereifer bei der Sache. Den Zuschauern wurden tolle Spiele mit großer Begeisterung geboten. Es war eine Freude, den Minis zuzuschauen.

Johannes Drescher
TSV-Mini-Spieler Johannes Drescher wird vom Gegner eingekreist.
Foto: Heiko Rebhan

Das Leistungsniveau war recht ausgeglichen. So hatten alle Mannschaften ihr Erfolgserlebnis, denn mindestens ein Sieg konnte erzielt werden. Und bei insgesamt 70 Toren in neun Spielen trugen sich die meisten Spieler in die Torschützenliste ein. Welche Begeisterung die Kinder am Handball haben, zeigt sich exemplarisch bei der Mannschaft aus Pfändhausen. Deren jüngste Spielerin, Lilly Klein, ließ es sich mit ihren erst knapp vier Jahren nicht nehmen, die Mannschaft zu verstärken. In den spielfreien Zeiten konnten die Kinder ihren Bewegungsdrang in einem Turnparcours, beim Kegeln oder auf einem freien Spielfeld ausleben, sich künstlerisch an der Malstation betätigen oder den Durst und Hunger in der TSV-Küche stillen.

Turnier der Minis
Alle Hände strecken sich dem Ball entgegen (in den roten Trikots der TSV).
 Der Bergtheimer Mini-Spieler hat die Qual der Wahl.
Foto: Heiko Rebhan

TSV Mellrichstadt – SV Bergtheim I 6:1
Die Mellrichstädter Mannschaft fand gleich zu Beginn des Turniers einen guten Einstieg. Das Zusammenspiel funktionierte und die Spieler nutzten den Raum gut aus. Hier zeigte sich bereits, dass seit der letzten Saison viel gelernt wurde. Im Tor waren Moritz Then und Max Weber ein sicherer Rückhalt. Im Angriff wurden alle Spieler mit einbezogen und in der Abwehr wurde der Kreis gut abgedeckt.

SV Bergtheim II – TSV Mellrichstadt 0:4
Die Bergtheimer hatten insgesamt die wenigste Erfahrung und leider auch nicht die komplette Mannschaft zur Verfügung. So wurden Sie im Laufe des Turniers immer wieder durch Spieler anderer Mannschaften - vornehmlich aus Mellrichstadt - ergänzt. In diesem Spiel gelang ihnen leider kein Tor. Die Mellrichstädter taten sich aber ebenfalls schwer. Sie scheiterten oft am Torwart und konnten etliche Chancen nicht nutzen. Letztlich reichte es aber zum zweiten Sieg.

TSV Mellrichstadt – TSV Pfändhausen 9:5
Im torreichsten Spiel des Turniers ging es munter hin und her. Starke Angreifer konnten sich immer wieder durchsetzen und man merkte, dass jetzt die schnellen und bereits erfahrenen Minis auf dem Feld standen. Beide Mannschaften waren spielerisch auf Augenhöhe. Mellrichstadt hatte jedoch durch sehr starke Torhüterleistungen letztlich den Vorteil auf seiner Seite.

TV/DJK Hammelburg – TSV Mellrichstadt 4:4
Das einzige nicht gewonnene Spiel der Mellrichstädter im Turnier gab es zum Abschluss. Das Ergebnis drückt auch die Ausgeglichenheit der beiden stärksten Teams des Turniers aus. Starke Abwehreinsätze machten es den Angreifern schwer. Torwürfe blieben oft in der Abwehr hängen. Ein gerechtes Remis.
Insgesamt zeigten sich die Mellrichstädter Minis in einer guten Form. Die „Rudelbildung“, die in der vergangenen Saison noch einige Male zu sehen war, gab es nicht. Die Minis haben ihren Trainingseifer und den Spaß am Spiel sehr gut umgesetzt.

Die Trainerinnen Anna Seidenzahl und Patricia Wehner (aus der A-Jugend) sowie Heike Pfeiffer haben gemeinsam eine schöne Mannschaft geformt. Jeder spielt mit jedem und alle Spieler wurden gut integriert. So können die Minis optimistisch zu den kommenden Spielfesten fahren.

Das Aufgebot des TSV:
Für Mellrichstadt spielten: Johannes Drescher, Fabienne Eberhardt, Elena Grötsch, Philipp Hoch, Laura Kastner, Samira Petzold, Patrick Pfeiffer, Victoria Schärtl, Moritz Then, Max Weber, Chiara Wehner.

Teamgeist gezeigt
TSV-Youngsters konnten überzeugen

Turnier gem. E-Jugend in Schweinfurt

Mellrichstadt – Schweinfurt  (1:4)
Bei der offensiven Spielweise 2 mal 3 gegen 3 geriet Mellrichstadt schnell mit 0:3 in Rückstand. Man brachte den Ball kaum über die Mittellinie. Den einzigen Treffer konnte Julius Jessenberger erzielen.  

 Mellrichstadt – Nüdlingen 5:3. Die Mellrichstädter kamen schnell ins Spiel. Sie konntem sowohl in der Abwehr als auch im Angriff mit sicheren Pässen ihren Fans zeigen, was in ihnen steckt. Torhüterin Franziska Groenen hielt die sichere Führung mit ihren Paraden fest. Sina Förtsch konnte mit ihrem ersten Saisontor das 4:2 markieren.
Mellrichstadt – Hammelburg 2:4. Die Abwehr von Mellrichstadt um Torwart Nico Gradl hatte es schwer gegen den stärksten Werfer von Hammelburg. Dieser konnte mit seinen platzierten Würfen das Hammelburger Team mit 4:0 in Front bringen. Sowohl Lena Stäblein als auch Sina Förtsch kämpften unermüdlich in der Abwehr. Leon Sick konnte noch auf 2:4 verkürzen.

Mellrichstadt – Bad Neustadt 2:9
Gegen den schnellen und überlegenen HSC hatte die junge Mellrichstädter-Mannschaft (gerade aus den Minis gekommen, Jahrgang 2000) kaum Chancen. Schön konnte sich Julius Jessenberger durch die HSC-Abwehr tanken und zwei Ehrentreffer für Mellrichstadt erzielen.

Mellrichstadt – Pfändhausen 0:6
Im 5. Spiel des Turniers machte sich der Kräfteverschleiß der Mellrichstädter bemerkbar, sie spielten unkonzentriert und blieben unter ihren Möglichkeiten. Durch unsichere Pässe konnte der Ball nicht über die Mittellinie zum Angriff gebracht werden.

Mellrichstadt – Brückenau 4:3
Im letzten Spiel gab Mellrichstadt noch einmal alles und erkämpfte sich diesen Sieg. Lena Stäblein konnte ihre Torchance leider nicht nutzen, zeigte aber vollen Einsatz. Alles in allem bewiesen die Mellrichstädter Spieler mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist.

TSV-Spieler:
Nico Gradl und Franziska Groenen (beide Tor), Julius Jessenberger (11), Leon Sick (2), Sina Förtsch (1), Elena Endres, Lena Stäblein, Leonie Kirchner, Johanna Keil.