Handballspiele am 06./07.03.2010

06.03.2010 (Samstag)
wC BL Nord 13:00 TSV Mellrichstadt TSV Partenstein 7:23
MÄ BK Nord 16:00 TSV Mellrichstadt II TG Schweinfurt 24:15
MÄ BL Nord 19:30 TSV Mellrichstadt HSG Volkach 29:26
07.03.2010 (Sonntag)
mC BL Nord 11:00 1.FC 05 Schweinfurt TSV Mellrichstadt 23:27

Die Meisterschaft ist nach dem Sieg im Top-Spiel zum Greifen nah
Mellrichstädter Männer zwingen Verfolger Volkach in die Knie
Jetzt reicht ein Sieg aus den letzten beiden Partien zum Titelgewinn und Wiederaufstieg

Männer Bezirksliga: TSV Mellrichstadt - HSG Volkach 29:26 (17:12)

Die Meisterschaft für die Mellrichstädter Männer ist nach diesem Sieg im Spitzenspiel zum Greifen nah. Jetzt benötigen sie aus den letzten beiden Partien nur noch einen Sieg. Der Erfolg über den Tabellendritten Volkach war verdient, zumal der TSV außer beim 0:1 immer in Front lag und wieder in der Defensive seinen Mann stand. Die Schober-Truppe hätte aber fast den 5–Tore-Halbzeitvorsprung verspielt, denn der Gast kam nach der Pause bis auf ein Tor heran.

Michael Fritz
Der fünffache TSV-Torschütze Michael Fritz (am Ball) machte ein gutes Spiel.
Foto: Heiko Rebhan

Bis zum 4:4 war das Spiel ausgeglichen. Thomas Bieber fand mit einer Doppelparade gleich prima in die Partie. Er hielt dann sogar einen Siebenmeter. Apropos Siebenmeter. Beim TSV erwies sich Daniel Dittmar erneut als relativ sicherer Schütze vom 7 m-Punkt. Er verwandelte fünf der sechs TSV-Strafwürfe. Der Letzte ging an den Doppelpfosten.
Auffällig: Die Schiedsrichter zeigten beim TSV schnell Zeitspiel an, doch die Mellrichstädter schlossen dann doch oft zügig und erfolgreich noch ab. Etwa beim 2:1, als sich Daniel Dittmar ein Herz fasste. Er war mit neun Treffern erfolgreichster TSV-Torschütze und gefiel darüber hinaus auch durch schöne Anspiele, wovon vor allem die Kreisläufer profitierten. So zum Beispiel Alexander Markert bei seinem Tor zum 7:4 in der 14. Spielminute.

Dank eines Zwischenspurts zog der TSV von 4:4 auf 8:4 davon. Dabei konnte sich Johannes Then durch einen Konter-Doppelpack auszeichnen. Volkach nahm nach dem 4:8-Rückstand eine Auszeit. Die HSG-Würfe waren doch oft zu deplaziert. Nichts desto trotz half die Auszeit kurzfristig, denn die HSG kam bis auf 9:11 wieder heran, ehe der TSV wieder das Heft in die Heft nahm und sich bis auf 16:10 absetzen konnte. Dann nutzten allerdings die Gäste ein Überzahlspiel, um wieder auf vier Tore heranzukommen. Kurz vor der Pause zeigte Thomas Bieber nochmal eine tolle Parade. Der TSV konnte mit einem soliden 5-Tore-Vorsprung in die Halbzeit gehen.

Robert Schmidt
Rückraumspieler Robert Schmidt (rechts) hat abgezogen.
Foto: Heiko Rebhan

Im zweiten Durchgang wachten dann auch die TSV-Fans auf, die vor der Pause doch recht ruhig waren. Jetzt setzten endlich der Trommelwirbel und die Schlachtgesänge ein. Auf dem Spielfeld nutzte Volkach immer wieder das Überzahlspiel, um zu verkürzen. Beim Stande von 18:17 hatte der TSV seinen Halbzeitvorsprung fast schon verspielt. Die Volkacher Abwehr stand immer besser. Ein ganz wichtiges Tor zum 19:17 erzielte Pierre Grusla nach einem Konter. Dann holte er eine Zeitstrafe gegen Volkach und einen Siebenmeter heraus, den Daniel Dittmar zum 21:19 verwandeln konnte. Nun standen kurzzeitig 5 gegen 4 Feldspieler auf dem Spielfeld. Es war also genug Platz vorhanden. Mit nur vier Feldspielern kam Volkach zum Torerfolg (20:22). In der 44. Minute wäre die HSG wieder bis auf ein Tor herangekommen, doch Thomas Bieber verhinderte dies mit einem klasse gehaltenen Siebenmeter. Der TSV hatte sich wieder gefangen und zog bis auf 24:20 davon (47. Minute). Klasse, wie Michael Fritz mit einer Granate aus dem Rückraum traf.

Alexander Markert
Der Mellrichstädter Kreisläufer Alexander Markert wird regelrecht "gewürgt".
Foto: Heiko Rebhan

Zehn Minuten vor Schluss schöpfte Volkach nach dem Siebenmetertor zum 23:25-Anschlusstreffer neue Hoffnung. Doch dank eines abgefälschten Wurfes aus dem Rückraum von Michael Fritz lag der TSV wieder mit drei Tore vorn. In der 53. Minute gab es eine Zeitstrafe gegen den Gast sowie einen Siebenmeter für den TSV, den Daniel Dittmar zum 27:23 einnetzte. In Unterzahl kam aber die HSG wieder auf drei Tore heran, ehe Christian Rath vom Kreis das 28:24 glückte. Noch waren sechs Minuten zu spielen. Zehe erhielt eine Zeitstrafe. Volkach nahm eine Auszeit und kam danach per Siebenmeter wieder auf 25:28 heran.

In der Schlussphase vergab der TSV drei hundertprozentige Chancen. Das hätte sich fast noch gerächt, denn Volkach verkürzte zwei Minuten vor Schluss auf 26:28. Zudem vergab Daniel Dittmar erstmals einen Siebenmeter (Doppelpfosten). 35 Sekunden vor Schluss machte aber Christian Rath mit einem Konter zum 29:26-Endstand alles klar.

Aufgebot TSV: Thomas Bieber, Sebastian Sender (beide Tor), Alexander Markert (2), Daniel Dittmar (9/5), Michael Fritz (5), Dominik Zehe, Valentin Bruns (4), Robert Schmidt (2), Johannes Then (2), Tobias Kalla, Pierre Grusla (1), Christian Rath (2), Stefan Föst (1) und Sebastian Mack (1).

Spielfilm: 0:1, 2:2, 4:2, 4:4, 8:4, 10:5, 10:7, 11:9, 16:10, 17:12 (HZ), 18:17, 20:19, 24:20, 24:22, 25:23, 27:23, 28:24, 29:26.

Stimmen zum Spiel:

Heiko Schober (TSV-Trainer):
 „Zur Pause haben wir zwar mit fünf Toren geführt, aber ein richtiger Zug war in unserem Spiel noch nicht drin gewesen, sonst hätten wir zur Pause schon höher führen können. Wir spielten zu lasch.  Nach der Pause war die Abwehrarbeit wie in der Vorwoche gut. Dadurch gab es für uns genug Konterchancen, aber es hat halt wieder an der Chancenverwertung gemangelt. Die Volkacher waren ziemlich platt zum Schluss. Sie haben alles gegeben und haben wesentlich besser gespielt als im Hinspiel. Immer wenn bei uns Bewegung im Angriff war, hat es auch mit den schönen Spielzügen super geklappt. Das Problem lag darin, dass wir das Hinspiel hoch gewonnen haben. Das kriegt man nur schwer aus den Köpfen heraus.

Am nächsten Sonntag haben wir ein schweres Spiel in Hammelburg. Darauf gilt es jetzt sich zu konzentrieren. Der Hammelburger Trainer hat angekündigt, uns im Rückspiel zu schlagen.“

Matthias Lauer (Volkacher Coach):
 „Die Mellrichstädter hatten die größere Bank und sind auch eingespielter als wir. Dennoch bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Unsere Abwehr stand hervorragend. Nur im Angriff können wir noch nicht das spielen, was wir brauchen, um Mellrichstadt zu schlagen. Wir sind in den letzten Partien in alte Verhaltensmuster zurückgefallen.

Ich habe nichts dagegen, dass die Mellrichstädter Meister werden. Sie haben es verdient.“

Daniel Dittmar (Spieler TSV):
 „Nach den beiden Auswärtsniederlagen war unser Siegeswille wieder da. Wir wollten unbedingt unsere weiße Weste in den Heimspielen wahren. Es war klar, dass es 60 Minuten lang einen Kampf geben wird und dass Volkach besser als im Hinspiel mithalten kann. Mitausschlaggebend für den Sieg war unsere 1. und 2. Welle. Einziges Manko war unsere Chancenverwertung, besonders in den letzten zehn Minuten. Wenn wir nun zuhause unsere weiße Weste behalten, haben wir die Meisterschaft.“

Nach der Pause drehte die zweite Männermannschaft des TSV auf und landete am Ende einen klaren Pflichtsieg
Förster-Truppe konnte sich gegen den Tabellenvorletzten im zweiten Durchgang steigern – Niederlage für die TSV-Mädels

Männer Bezirksklasse: TSV Mellrichstadt II - TG Schweinfurt 24:15 (10:9)

Einen standesgemäßen Sieg gegen den Tabellenvorletzten TG Schweinfurt landete die zweite Männermannschaft des TSV. Dennoch warteten die Gäste vor der Pause mit der besseren Spielanlage auf, so dass sie in den ersten 30 Minuten noch mithalten konnten. Im TSV–Tor hielt André Reich sein Team mit seinen Paraden im Rennen.
Zu Beginn der Partie gab es ein Festival der Siebenmeter. Daniel Spissak konnte in den ersten Minuten die Akzente auf TSV-Seite setzen, ehe er diesbezüglich von Sebastian Gith abgelöst wurde. Letzterer traf erst im Doppelpack und setzte dann schön Sven Kögler am Kreis in Szene, der zum 8:6 traf. Noch klappten aber die TSV-Konter nicht. Coach Harald Förster war unzufrieden: „Reißt euch zusammen“, forderte er sein Team auf, das sich aber vor der Pause nicht absetzen konnte. Wenigstens konnte Mellrichstadt dank eines Tores von Stefan „Spritus“ Burkhardt vier Sekunden vor dem Abpfiff mit einem Vorsprung in die Halbzeit gehen.

Lukas Balling
Der dreifache Torschütze der zweiten Männermannschaft des TSV, Lukas Balling, legte ein gutes Spiel hin.
Foto: Heiko Rebhan

Nach der Pause hatte vor allem ein Mellrichstädter Spieler unter der Härte der Gäste zu leiden: Daniel Spissak, der auf Außen mehrfach böse gefoult wurde. Der TSV drehte nun auf und zog von 12:12 auf 19:12 davon, warf also sieben Tore in Folge. Das bedeutete schon eine Art Vorentscheidung. Die TSV-Abwehr stand in dieser Phase gut und im Angriff gewann Thorsten Gluth durch sein erstes Tor Selbstvertrauen. Kurios: In Überzahl wurde der TG-Angriff durch ein Zeitspiel abgepfiffen. Symptomatisch für diese Phase: Die TG donnerte einen Siebenmeter klar am Tor vorbei. Am Ende stand noch ein klarer Sieg für den TSV.

Steffen Fiedler (Fritzi)
Steffen Fiedler ("Fitzi") steuerte zwei Tore zum Sieg der zweiten Mannschaft bei.
Foto: Heiko Rebhan

Coach Harald Förster sprach von einer deutlichen Steigerung seines Teams nach der Pause. In der ersten Halbzeit habe die Abstimmung in der Abwehr nicht gepasst. Die TG habe gut kombiniert und ihre Angriffe lange ausgespielt. Der TSV leistete sich vor der Pause zu viele Fehlpässe, man schloss die Angriffe zu schnell ab. In der Pause forderte Förster seine Jungs auf, mehr auf Konter zu spielen. Der TSV spielte im zweiten Durchgang sein konditionelles Plus aus. Die Abwehr habe nach der Halbzeit gut gestanden, die Absprache passte und die Angriffe seien länger ausgespielt worden, lobte Förster. Fast alle TSV-Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen.

Aufgebot TSV: André Reich, Christoph Schreiner (beide Tor), Sebastian Gith (6/3), Matthias Förster (1), Michael Henkel (1/1), Sven Kögler (2), Daniel Spissak (2), Sven Volkheimer, Stefan Burkhardt (4/3), Steffen Fiedler (2/1), Thorsten Gluth (3), Lukas Balling (3).

Spielfilm: 0:1, 3:1, 6:3, 7:6, 9:6, 9:9, 10:9 (HZ), 12:12, 19:12, 21:15, 24:15..

 Niederlage für die TSV-Mädels

Weibl. Jugend C Bezirksliga: TSV Mellrichstadt - TSV Partenstein 7:23 (4:10)

Das war schon vor der Partie klar: Der noch unbesiegte Spitzenreiter aus Partenstein wird sich in Mellrichstadt nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Gastgeberinnen konnten nur zu Beginn einigermaßen Paroli bieten. So spielte Tina Reinhold Katharina Schultze am Kreis schön an und Letztere netzte zum 1:1 ein. Per Siebenmeter glich Tina Reinhold zum 2:2 aus.

Victoria Balling
Victoria Balling traf für die TSV-Mädels einmal.
Foto: Heiko Rebhan

Im weiteren Verlauf des Spiels wurde aber deutlich, dass die offensive Deckung der Gäste den Mellrichstädterinnen gar nicht schmeckte. Die Gastgeberinnen hatten es schwer, eine Anspielstation zu finden. Partenstein zwang sie immer wieder zu Fehlern. Hinzu kamen einige Unkonzentriertheiten bei den Mellrichstädterinnen. Einen schönen Treffer erzielte Laura Molitor nach der Pause. Ihr Ball sprang vom Innenpfosten ins Tor zum 5:13-Anschlusstreffer. Es war das einzige Tor der Mellrichstädterinnen in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit. In der Folge aber netzte Partenstein sieben Mal hintereinander. Der Tabellenführer traf von allen Positionen. In der 40. Minute beendete Tina Reinhold die Torflaute der Gastgeberinnen. Eine tolle Parade zeigte die Torhüterin der Gäste bei einem Siebenmeter.
Der Mellrichstädter Coach Lukas Balling nach dem Spiel: „Wir haben uns ein bisschen einschüchtern lassen von der gegnerischen Deckung. In unserem Spiel war zu wenig Bewegung. Wir spielten zu nah an der Abwehr. Mein Team hat sich schnell festmachen lassen, so dass kein Spielfluss zustande kam. Unsere Abwehr agierte zu inkonsequent. Die Einläufer wurden nicht angesagt. Wir konnten nicht auf unsere Abwehr aufbauen, unser Hauptproblem war aber der Angriff. Partenstein war in dieser Saison zusammen mit Bad Brückenau unser stärkster Gegner. Gegen die technische Überlegenheit der Gäste konnten wir nichts dagegensetzen.“

 Laura Molitor
Laura Molitor nutzt die Lücke. Ansonsten stand aber die Partensteiner Abwehr sehr sicher.
Foto: Heiko Rebhan

Das Saisonfazit von Lukas Balling fiel aber nach dem letzten Spiel durchaus positiv aus: „Die Mannschaft hat sich durch die Saison hindurch gesteigert, vor allem in den Rückspielen gegen Hammelburg und Pfändhausen. Die Saisonleistung ist unterm Strich in Ordnung, auch wenn ein paar Aussetzer dabei waren.“ Die TSV-Mädels schließen die Runde als Vierter von sieben Teams ab.

Aufgebot MET: Jessica Pfeiffer (Tor), Laura Molitor (2), Katharina Schultze (1), Tina Reinhold (3/1), Lea Hartmann, Julia Maier, Victoria Balling (1), Lena Hübner.
Spielfilm: 1:1, 2:2, 2:5, 3:5, 3:9, 4:10 (HZ), 5:13, 5:20, 7:23.

Männl. Jugend C Bezirksliga: 1. FC 05 Schweinfurt - TSV Mellrichstadt 23:27

Mit diesem Sieg ist für den TSV Platz zwei noch drin. Derzeit sind der Zweite, der Dritte (TSV MET) und der Vierte punktgleich. Mit einem Heimsieg am nächsten Sonntag gegen den Tabellennachbarn aus Pfändhausen könnten die Mellrichstädter Jungs die Vizemeisterschaft erobern