Handballspiele am 03.10.2009
| 03.10.2009 (Samstag) | ||||
| wC BL Nord | 13:00 | TSV Mellrichstadt | VfL Bad Neustadt | 30:15 |
| mB BL Nord | 14:30 | TSV Mellrichstadt | TSV Pfändhausen | 36:12 |
| MÄ BK Nord | 16:00 | TSV Mellrichstadt II | TV Königsberg | 18:22 |
| FR BL | 17:30 | TSV Mellrichstadt | SpVgg Giebelstadt | 11:19 |
| MÄ BL Nord | 19:30 | TSV Mellrichstadt | DJK Nüdlingen | 33:23 |
Gerade die Youngsters
des TSV drehten richtig mächtig auf.
Valentin Bruns und Sebastian Mack im Torrausch.
Nüdlingen hielt lange mit, brach aber gegen Ende der Partie konditionell ein.
Bezirksliga Männer: TSV Mellrichstadt – DJK Nüdlingen 33:23 (14:12)
Was nach einem standesgemäßen Kantersieg aussieht, war lange Zeit nicht sicher: Nüdlingen überraschte mit einer jungen Mannschaft und starkem Torhüter, besonders über Außen schön herausgespielten Toren und hielt eine Dreiviertelstunde bis zum 20:18 gleichwertig mit. Am Ende, als Nüdlingen konditionell nachließ, gelangen dem TSV leichte Tore fast nach Belieben, so dass der Sieg auch noch deutlicher hätte ausfallen können. Diesmal setzten auf TSV-Seite die jungen Spieler die Akzente, allen voran der neunfache Torschütze Valentin Bruns als großer TSV-Aktivposten auf Linksaußen und bei schnellen Kontern. Ebenfalls auf neun Tore, darunter vier sicher verwandelte Siebenmeter, kam Sebastian Mack.

So fing es an: Der TSV-Kreisläufer
Alexander Markert erzielt das erste Tor für den TSV.
(Foto: Heiko Rebhan)
Der TSV startete verhalten und ging nach zweimaligem Rückstand erst in der 7. Minute mit 3:2 in Führung. Nachdem der Nüdlinger Torhüter die ersten vier Würfe parieren konnte, war dem TSV das erste Tor erst nach vier Minuten gelungen. Auch in der Folgezeit konnte sich der TSV nicht absetzen. Nach einer Viertelstunde hatte der TSV beim 7:6 seinen Vorsprung nicht ausbauen können, und ohne die vier Treffer von Valentin Bruns in der Anfangsphase hätte der TSV auch leicht im Rückstand liegen können. Den knappen Vorsprung verdankte der TSV auch Torhüter Sebastian Sender, der gerade in der Anfangsphase mehrfach ausgezeichnet parieren konnte. Bedenklich, dass der TSV seinen ersten Drei-Tore-Vorsprung beim 9:6 nicht halten konnte, sondern in Überzahl zwei Tore kassierte und in der 20. Minute beim 9:8 wieder mit seinem Ein-Tore-Vorsprung dastand. Drückte zu Beginn Valentin Bruns dem Spiel seinen Stempel auf, so war es ab der 20. Minute Sebastian Mack, der vom 11:8 bis zum 13:8 drei Tore in Folge warf, darunter nach zwei Fehlversuchen anderer Spieler endlich den ersten Siebenmeter. Sebastian erzielte kurz darauf zum 14:10 auch das schönste Tor des Tages, als er zuerst seinen Gegner mit Körpertäuschung stehen ließ und dann per „Dreher“ abschloss. Statt den nun schon brauchbaren Vorsprung mit in die Pause zu nehmen, verzettelte sich der TSV gegen Ende der ersten Hälfte in Gewalt- und Einzelaktionen und musste so noch zwei Gegentreffer zum 14:12 hinnehmen.

Trotz Behinderung setzt
sich Dominik Zehe in dieser Szene durch.
(Foto: Heiko Rebhan)
Nach der Pause wurde die Geduld der erfreulich zahlreichen Fans weiter strapaziert. Dem TSV gelangen nur zwei Holztreffer, Nüdlingen dagegen zwei Tore, so dass das Spiel zur allgemeinen Überraschung plötzlich Unentschieden stand. Dieses Ergebnis rüttelte den TSV dann doch endlich wach. Mit engagierter, offensiver Abwehrarbeit überstand der TSV mehrere Nüdlinger Angriffe ohne Tor, und vorn leitete Alexander Markert, zuerst zum Siebenmeter gefoult und dann selbst zweimal erfolgreich, die Wende ein. Nach dem 19:16 erbrachte einer von etlichen schnell und präzis eingeleiteten Kontern – das Konterspiel war diesmal ein großer Aktivposten im TSV-Spiel und mitentscheidend für den deutlichen Sieg – mit dem 20:16 die erste Vier-Tore-Führung. Nüdlingen kam zwar in der 45. Minute noch einmal auf 20:18 heran, baute nun konditionell aber stark ab und war in der Schlussviertelstunde nur noch ein Spielball des TSV. Dem TSV gelangen sechs Tore in Folge zum 26:18. Robert Schmitt nutzte seine Spielanteile in der zweiten Halbzeit und kam in kurzer Zeit zu vier Torerfolgen. Ebenfalls in Erinnerung bleiben zwei Würfe von Michael Fritz, die aus größerer Entfernung „wie im Strich“ im Nüdlinger Tor einschlugen. Beim 29:19 war erstmals die 10-Tore-Grenze erreicht, die der TSV bei konzentrierterem Spiel in den letzten fünf Minuten auch noch leicht hätte überschreiten können. Eine noch höhere Niederlage wäre den tapfer kämpfenden Nüdlingern, die das Spiel so lange offen gehalten hatten, aber auch nicht gerecht geworden.

Die Mellrichstädter "Ultras"
verwandelten die Dreifachturnhalle in einen Hexenkessel.
Sie hoffen auf den
Wiederaufstieg der ersten Männermannschaft.
(Foto: Heiko Rebhan)
TSV-Aufgebot: Sebastian Sender, Thomas Bieber (Tor), Alexander Markert (3), Michael Fritz (3), Valentin Bruns (9), Sebastian Mack (9/4), Robert Schmitt (4), Pierre Grusla (1), Dominik Zehe (2), Stefan Föst (1), Christian Rath (1), Daniel Dittmar, Johannes Then.
Bezirksliga Frauen: TSV
Mellrichstadt - SpVgg Giebelstadt 11:19 (8:13)
Es war trotz der Niederlage ein
zufriedenstellender Saisonauftakt für die Mellrichstädter Frauen in der
Bezirksliga. Bis zur Mitte der ersten
Halbzeit konnten sie das Spiel ausgeglichen gestalten. Voller Adrenalin gingen
sie in ihr erstes Bezirksligaspiel. Doch Mitte der ersten Hälfte zogen die Gäste
von 5:5 auf 10:5 davon. Giebelstadt fand immer besser ins Spiel, schloss immer
wieder schnelle Konter erfolgreich ab und nutzte das Überzahlspiel aus. Vor
allem die starke Rückraumspielerin der Gäste, Corina Hofmann, war nicht zu
bremsen. Gegen Ende des ersten Durchgangs fing sich aber der TSV wieder.
Insgesamt spielten die Mellrichstädterinnen vor der Pause gut zusammen, nur
ihre Abwehr agierte zu defensiv.
Doch im zweiten Abschnitt bauten sie im Angriff
ab. Nur noch drei Tore glückte ihnen nach dem Wechsel. Eine schlechte
Chancenverwertung, unvorbereitete und überhastete Angriffe und Pech im
Abschluss prägten das TSV-Spiel nun. Von der Kritik ausgenommen sind die beiden
TSV-Torhüterinnen, Cornelia Reußenzehn und Nadja Sauer, die prima hielten.
Giebelstadt konnte seinen Vorsprung nach der Pause kontinuierlich ausbauen.
Aufgebot TSV: Cornelia Reußenzehn,
Nadja Sauer (1), Marie Büttner (1), Daniela Hartmann (1), Sabine Schreiner,
Nina Scharfenberger, Julia Albert (2/1), Kathrin Beck (1), Johanna Dietl (5/1) ,
Julia Spissak, Stephanie Hartmann (1).
Spielfilm: 1:0, 2:1, 2:5, 5:5, 5:10, 8:13 (HZ),
10:15, 11:19.
Kein Kanonenfutter mehr
Team Männer II schlug sich gegen Königsberg
achtbar
Bezirksklasse Männer:
TSV Mellrichstadt II – TV Königsberg 18:22 (12:14)
Nach einem Jahr „Wettkampfpause“ gibt es im
TSV-Handball wieder eine 2. Männer-Mannschaft. Gleich 13 Spieler konnten
aufgeboten werden, eine interessante Mischung aus erfahrenen Spielern, die nach
längerer Pause für die 1. Mannschaft aufgebaut werden sollen, und Nachwuchskräften.
Das Team legte sich gleich mächtig ins Zeug und dominierte mit 2:0 und 3:1 die
ersten Spielminuten. Allmählich kam die erfahrene und eingespielte Mannschaft
von Königsberg aber besser ins Spiel, warf vier Tore in Folge und lag nun mit
5:3 in Front. Königsberg konnte in der Folgezeit den Vorsprung mehrfach auf
vier Tore ausbauen, ohne dass sich der TSV aber abschütteln ließ. Eine Rote
Karte für den Königsberger Spielmacher nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe
nutzte der TSV sogar, um zur Halbzeit den Vorsprung auf zwei Tore zu verringern.
In der 2. Hälfte hatte der TSV zunehmend
Probleme mit dem guten Kreisläuferspiel des Gegners. Hier fielen die meisten
Gegentreffer, und dazu bekam Königsberg noch neun Strafwürfe zugesprochen.
Eine viertelstündige „Ladehemmung“ des TSV, als auch einige Konter gegen
den starken Torhüter des Gegners nicht verwandelt werden konnten, nutzte Königsberg
zur Vorentscheidung. 14:19 lag der TSV nun eine Viertelstunde vor Schluss zurück.
Es spricht für den Einsatz und die Kampfkraft der Mannschaft, dass sie bis zum
Ende die Partie ausgeglichen gestaltete und mit 18:22 am Ende recht knapp
unterlag. Mit einer konsequenteren Chancenauswertung und mehr Cleverness in der
Abwehr wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Auf jeden Fall ist die 2. Mannschaft
nun kein „Kanonenfutter“ mehr wie so oft in den letzten Spielzeiten, sondern
ein für alle Teams der Liga ernst zunehmender Gegner. Neben den Torhütern André
Reich und Christoph Schreiner, die studienhalber der 1. Mannschaft nicht mehr
zur Verfügung stehen, aber dankenswerterweise in der 2. aushelfen, ragten als
Torschützen Matthias Then (5), Tobias Kalla (5/2) und Thorsten Gluth (3)
heraus. Weiter spielten Michael Henkel, Matthias Förster (1), Johannes Krönung
(1), Stefan Burkhardt (1), Steffen Fiedler (1), Michael Schachtschabel, Lukas
Balling und Daniel Spissak (1).
Katharina Schultze nicht
zu stoppen
Sie traf gleich 14 Mal für die C-Jugend des
TSV Medllrichstadt
Bezirksl. weibl. Jugend C:
TSV Mellrichstadt - VfL Bad Neustadt 30:15
(17:8)
Super-Saisonstart für die TSV-Mädels. Sie
holten im zweiten Spiel den zweiten Sieg und ließen auch im Derby dem VfL Bad
Neustadt keine Chance. Der TSV bestach durch eine geschlossene
Mannschaftsleistung. Viele Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste
eintragen und im Tor hielt Lea Hartmann prima. Überragende Torschützin war mit
sage und schreibe 14 Treffern Katharina Schultze, die das ganze Team mitriss.

Sie war mit sage und schreibe 14 Toren die
beste Werferin bei den TSV-Mädels: Katharina Schultze (am Ball).
(Foto: Heiko Rebhan)
Die ersten fünf Minuten verliefen noch relativ ausgeglichen. Die 2:0-Führung des TSV konnte der VfL schnell ausgleichen. Dann zog aber der TSV von 2:2 auf 6:2 davon, warf also vier Tore in Folge. Zum Teil waren schöne Anspiele an den Kreis zu sehen, wie etwa bei den Toren zum 8:4 und zum 17:7, als Anna Junius zweimal Victoria Balling mustergültig bediente. Die TSV-Abwehr hatte aber so ihre Probleme mit der flinken, kleinen Außenspielerin der Gäste, Emma Ehrenberg, die mehrere Treffer erzielen konnte.

Victoria Balling gehörte zu den Aktivposten im
siegreichen Team der weiblichen C-Jugend des TSV.
(Foto: Heiko Rebhan)
Den Torreigen nach der Pause eröffnete
Katharina Schultze, wer sonst! Lena Hübner war aber die Spielerin zu Beginn der
zweiten Halbzeit, als sie drei Tore in kurzer Zeit erzielte. Der TSV konnte nach
dem Wechsel seinen Vorsprung weiter ausbauen. „Ich
habe nicht gedacht, dass es so einfach wird“, bilanzierte TSV-Coach Lukas
Balling nach der Partie. Nach seiner Ansicht wurde das Spiel nach anfänglichen
Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr gewonnen. Und im Angriff wurde schön
in die Freiräume hineingelaufen. Verbesserungswürdig, so Lukas Balling, sei
allerdings noch die Einbindung der Außenspielerinnen im Angriff sowie die
Aggressivität in der Abwehr.
Aufgebot TSV: Lea Hartmann (Tor), Lena Hübner
(3), Anna Junius (3), Laura Molitor (2), Hanna Staude, Victoria Balling (5),
Katharina Schultze (14), Tina Reinhold (2), Julia Maier (1).
Spielfilm: 2:2, 6:2, 8:4, 12:5, 17:8 (HZ),
22:8, 27:12, 30:15.
Bezirksl. männl. Jugend B:
TSV Mellrichstadt - TSV Pfändhausen 36:12
(19:3)
„Ich bin stolz auf meine Jungs“, so Daniel
Spissak, der zusammen mit Pierre Grusla die männliche Jugend B des TSV
Mellrichstadt betreut. Der Saisonauftakt konnte sich sehen lassen. Der Gegner
wurde regelrecht überrollt. Die Kontermaschinerie der Gastgeber lief schon zu
Beginn auf Hochtouren. Vor allem Axel Staude ging so richtig ab. Die Abwehr
stand im ersten Durchgang top. In der Pause stachelte der Trainer der Gäste
seine Jungs nochmal an. Zunächst mit Erfolg, denn zu Beginn der zweiten
Halbzeit bekam Pfändhausen Oberwasser, während sich der Schlendrian ins
Mellrichstädter Spiel schlich. Die Abwehr schlief und des Weiteren musste
Daniel Spissak viele Regelfehler konstatieren. Der Sieg war aber nie gefährdet,
auch wenn nur drei von sechs Siebenmetern verwandelt wurden.
Aufgebot MET: Christian Hartmann (Tor),
Sebastian Kretschmer (1/1), Axel Staude (5), Uli Staude (1), Alexander Gith (4),
Alexander Gensler, Manuel Kalla (5/1), Daniel Schuler (5), Daniel Schmitt (2),
Lukas Beck (3), Philipp Beck (5), Marco Ernst (6/1).
Spielfilm: 9:0, 13:3, 19:3 (HZ), 28:6, 36:12.