Makellose Bilanz des TSV, aber der größte Brocken kommt erst noch
Halbzeitbilanz der Mellrichstädter Männer – Starker Valentin Bruns

Halbzeitbilanz TSV-Männer Bezirksliga

Mit der makellosen Vorrundenbilanz von 18:0 Punkten sind die Handballer des TSV in die Winterpause gegangen. Trotzdem gestaltete sich das „Projekt Wiederaufstieg“ keinesfalls als Spaziergang, denn drei Erfolge hingen am berühmten „seidenen Faden“ und konnten am Ende zwar mit überlegener Kondition und Erfahrung, aber auch mit Glück sichergestellt werden: Die beiden Auswärtssiege in Bergtheim (36:34) und Bergrheinfeld (27:26) und besonders der Heimerfolg gegen Unterspiesheim (32:31).

Weitere Heimsiege gelangen mit deutlicherem Resultat, aber mehr als glanzlose Pflichtsiege wie das 33:23 gegen Nüdlingen, das 25:20 gegen Hammelburg oder das 28:21 gegen Lohr II. Wirklich überzeugend trat der TSV also nur drei Mal auf: Beim 30:24 gegen Verfolger Bad Brückenau, im Auswärtsspiel bei Partenstein II (30:23) und natürlich beim 43:24-Kantersieg im vorgezogenen Rückspiel in Nüdlingen.  Noch ist es allerdings nicht zum entscheidenden Duell gegen Volkach gekommen; sowohl Hin- als auch Rückspiel finden erst in der Rückrunde statt. Wie erwartet, ist von allen Verfolgern auch nur Volkach übriggeblieben. Der Mitabsteiger büßte in der Hinrunde lediglich einen Punkt beim Unentschieden in Bergrheinfeld ein. Lohr und Bad Brückenau folgen mit sechs bzw. acht Minuspunkten bereits mit weitem Abstand und dürften mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun haben. Beim Blick auf die Tabelle fällt beim TSV die überragende Angriffsbilanz auf.

An die 284 Treffer, die einen Schnitt von über 31 Toren pro Spiel bedeuten, kommt keine andere Mannschaft auch nur ansatzweise heran. In nur drei Spielen erzielte der TSV weniger als 30 Tore.
Anders verhält es sich mit den Gegentoren. Der Schnitt von über 25 wird fast nur von den Mannschaften am Tabellenende übertroffen; selbst Bergrheinfeld als Drittletzter mit nur drei Pluspunkten hat weniger. Hier wird für Trainer Heiko Schober also eine wichtige Aufgabe liegen, wenn die makellose Bilanz des TSV auch am Saisonende Bestand haben soll.

Die Rückrunde hält für den TSV allerdings auch wesentlich schwerere Brocken als die Vorrunde bereit. Neben den genannten Duellen mit Volkach stehen die schweren Auswärtsspiele in Lohr, Bad Brückenau und Unterspiesheim auf dem Programm. Wenn der TSV auch danach noch den 1. Tabellenplatz behauptet, ist er wirklich gerüstet für eine weitere Saison Bezirksoberliga.

In der Vorrunde konnte Trainer Heiko Schober auf einen sehr stabilen Spielerbestand ohne gravierende Verletzungen zurückgreifen. Neun Spieler nahmen an allen neun Begegnungen teil; 17 Spieler wurden insgesamt eingesetzt. Erfolgreichster Torschützer war wie in den Jahren zuvor Daniel Dittmar (69/37), der diesen Platz aber nur dank der verwandelten Siebenmeter behaupten konnte.

Die meisten Feldtore (44) erzielte überraschender- und erfreulicherweise Valentin Bruns. Den dritten Platz in der Torjägerstatistik belegte mit Sebastian Mack (37/5), der ebenso viele Feldtore erzielte wie Daniel Dittmar, ebenfalls ein „Newcomer“. Die meisten Tore in einem Spiel warf dreimal Daniel Dittmar: 15/6 in Bergtheim, 14/9 in Nüdlingen und 11/7 gegen Bad Brückenau. Auf neun reine Feldtore kam Valentin Bruns gegen Nüdlingen, auf 9/4 Sebastian Mack im selben Spiel.

Ansonsten gestaltet sich die Hinrundenstatistik des TSV wie folgt, wobei die erste Zahl die Einsätze angibt, die zweite die Torerfolge, und die etwaige dritte, wie viele davon durch Siebenmeter erzielt wurden: Thomas Bieber (Tor; 9), Sebastian Sender (Tor; 9),  Daniel Dittmar (9/69/37), Valentin Bruns (9/46/2), Sebastian Mack (9/37/5), Michael Fritz (9/26), Pierre Grusla (9/20), Dominik Zehe (9/20/8), Alexander Markert (9/18/1), Robert Schmitt (8/15), Christian Rath (6/13), Stefan Föst (8/8), Stefan Herda (5/4), Johannes Then (4/2), Tobias Kalla (2/2), Daniel Spissak (1/1), Stefan Burkhardt (1/1).